Geissfuss Bluete

7 Giersch Rezeptideen

In Pflanzenanwendung, Pflanzenportraits by PflanzenfrauLeave a Comment

Du fragst dich, wie du den Giersch (auch Geissfuß genannt) in deinem Garten loswerden kannst? Iss ihn doch einfach auf. Das Kraut ist sehr gesund und schmeckt lecker nach einer Mischung aus Karotte und Petersilie. In Russland wird er fermentiert und wie Sauerkraut gegessen. In Korea wird er sogar als Gemüse angebaut.

Giersch steckt voller Kraft

Geissfuss

Giersch ist sehr vital. Kaum dass sich der letzte Schnee verzieht, bedeckt er die kahlen Böden mit seinen frisch-glänzenden, freundlich-hellgrünen Blättchen.
Jedes dieser zarten Pflänzchen kann mit seinen unterirdischen Ausläufern über 3 Quadratmetern Boden verbreiten.
Über den Versuch, ihn auszurupfen, kann der Giersch nur lachen. Gejätet werden stört ihn nicht. Im Gegenteil – aus jeder abgebrochenen Wurzel treiben gleich mehrere neue Ausläufer.

Egal welcher Boden – der Giersch fühlt sich wohl! Er mag Stickstoff, kommt aber auch prima ohne zurecht. Er bevorzugt Schatten und Feuchtigkeit, aber auch Trockenheit ist kein großes Problem für ihn.

So robust wie der Giersch ist, so gesund ist er auch. Er enthält riesige Mengen an Vitamin C und Karotin und viele Spurenelemente. Früher war er bekannt als Heilpflanze gegen Gicht. Auf französisch heißt er auch podagraire – Gichtheiler.
Die Pflanze wirkt entgiftend und fördert die Ausscheidung von Purin bzw. der daraus entstehenden Harnsäure.

Bestimmt hast du jetzt Lust bekommen, deinen Giersch aufzuessen?

Dann hier ein paar Rezept Anregungen:

Wildkräuter-Suppe

Wildkraeutersuppe

Geissfuß schmeckt wunderbar z.B. in Kombination mit Kartoffeln. Er ist auch Bestandteil der 9-Kräuter-Suppe, die traditionell am Gründonnerstag gegessen wird.
Man kann klein anfangen, der Suppe erst nur ein bisschen Giersch und viel Gemüse beigeben und die Dosis dann langsam steigern.

Giersch-Bananen-Smoothie

Gierschsmoothie

Die beiden ergänzen sich perfekt! Der eher herb schmeckende Giersch mit der süßen Banane bilden das ideale Team für den Frühstücks-Smoothie. Der liefert gleich morgens wichtige Nährstoffe und hält lange satt.

Giersch-Chips

Lassen sich ganz easy in der Pfanne zubereiten. Man zerkleinert den Geissfuß, brät ihn und legt ihn dann zum Trocknen aus. Eine andere Möglichkeit: mit Öl mischen und bei 160 Grad im Ofen backen, bis er knusprig ist.

Wildkräuter-Salat

Salat aus Wildkräutern

Ein reiner Giersch Salat schmeckt sehr intensiv und ist eher was für Profis. Mild schmeckenden Salatsorten wie Kopfsalat kann man mit wilden Kräutern aber wunderbare Geschmackstupfer geben.
Auch Schafgarbe, Gänseblümchen oder Gundelrebe sind perfekt und können ganz nach Belieben eingestreut werden.

Wildkräuter-Pesto

Wildkraeuterpesto

Für Pesto musst du eigentlich nur Kräuter und Öl mixen. Als mir das klar wurde, habe ich nie wieder fertiges Pesto gekauft.
Es ist nicht so lange haltbar wie das aus dem Supermarkt, hat aber dafür auch keine künstlichen Zusatzstoffe und schmeckt besser.
Du gibst den Geissfuß (oder andere Kräuter) zusammen mit Öl in den Mixer. Du mixt los und füllst so lange Olivenöl auf, bis du eine streichfähige Masse hast. Würz dein Pesto nach Belieben und füll es in saubere (am besten sterilisierte) Gläser.
Auch gehackte Nüsse oder Sonnenblumenkerne machen sich gut im Pesto.

Giersch-Spinat

Geissfuss Spinat

Spinat essen wir zwar reichlich, er ist aber im Anbau nicht ganz unproblematisch, wie ich hier beschrieben habe.

Geissfuß dagegen ist nicht mit Schadstoffen belastet und wächst immer wieder von selbst nach.
Er schmeckt milder, wenn man ihn von den Stängeln befreit und nur die Blätter verarbeitet. Die werden verkleinert und ganz kurz gekocht (um nicht zu viele Inhaltsstoffe zu verlieren), danach wird der Spinat mit Hafersahne oder Butter verfeinert.

Auch Brennesseln kann man übrigens sehr gut als Spinat essen!

Wildkräuter-Essig

Eine wunderbare Möglichkeit, Kräuter für den Winter haltbar zu machen, ist Essig.
Die Giersch-Essig-Herstellung könnte einfacher nicht sein; du gibst das Kraut in eine Flasche, füllst sie mit Essig auf und lässt das Ganze 4 Wochen stehen.

Wenn du dich nicht vegan ernährst, kannst du ihn noch in Omeletts, Aufläufen, Käse-Dips etc. verwenden.

Wie esst ihr euren Giersch am liebsten?

Wenn du dich mit dem Geschmack so gar nicht anfreunden kannst, gibt Geissfuß immer noch als Biomasse genialen Kompost ab.

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