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9 Fehler, die du beim Kräuterteekochen meiden solltest

In Pflanzenanwendung by Pflanzenfrau1 Comment

Dein Kräutertee wirkt nicht so, wie er sollte? Es kann immer sein, dass die gleiche Pflanze nicht bei allen Menschen die gleiche Wirkung erzielt. Dann kann man andere Pflanzen und Mittel ausprobieren.

Um auszuschließen, dass es an der Zubereitung liegt, beachte bitte diese 9 Fehlerquellen:

1. Tee abgedeckt ziehen lassen

Ätherische Öle wirken keimtötend und entzündungshemmend. In der Pflanze sorgen sie durch ihre Verdunstungskälte dafür, dass sich die Pflanzenzellen nicht überhitzen. Sie verflüchtigen sich aber auch dann, wenn sie mit kochendem Wasser übergossen werden.
Wenn deine Teepflanze ätherische Öle enthält, nimm heißes Wasser, kein sprudelnd kochendes.
Leg eine Untertasse auf die Teetasse und lass das Kondenswasser nach der Ziehzeit zurück in die Tasse tropfen, so erhältst du die ätherischen Öle.

2. Nicht jeden Tag den gleichen Tee trinken:

Mach nach spätestens 4 Wochen eine mehrwöchige Einnahmepause. Sonst verliert der Tee seine Wirkung und kann die Probleme verschlimmern, die er eigentlich bekämpfen soll. Das richtige Maß ist bei allem, was man isst und trinkt, sehr wichtig.

3. Den richtigen Erntezeitpunkt abwarten:

Wenn du deine Kräuter selbst erntest, achte bitte auf die Erntezeit. Bestimmte Wirkstoffe bilden Pflanzen nur zu bestimmten Tages- und Jahreszeiten.
Jeder Wirkstoff hat für die Pflanze eine Funktion und schützt gegen Hitze, Kälte, lockt Insekten oder wehrt Fressfeinde ab. Erntekalender findest du in jedem guten Kräuterbuch und bald auch auf meiner Seite.

4. Teekräuter jährlich ersetzen:

Nach einem Jahr haben Teekräuter kaum noch Wirkstoffe. Genau dann, wenn draußen die neue Erntesaison für dein Teekraut beginnt.
Wenn du nicht selbst erntest, kauf dir am besten öfter frische, kleinere Mengen im Teeladen.

Kräutertee richtig zubereiten
5. Achte auf Bio-Qualität:

Aus nicht-biologisch angebauten Pflanzen werden Stoffe absichtlich rausgezüchtet, um den Geschmack zu verbessern, z.B. Bitterstoffe. Genau die sind aber oft für die gesundheitliche Wirkung verantwortlich.
Kräutertee soll in erster Linie wirken, der Geschmack ist eher zweitrangig. Deshalb sollte dein Teekraut so naturbelassen wie möglich sein, sowohl genetisch als auch in Bezug auf Pflanzenschutzmittel.

6. Kein Beuteltee/ Teekräuter nicht zu klein schneiden:

Die ideale Kräuterlagerung wäre eine möglichst unzerkleinerte Pflanze. Im ganzen Blatt werden die Wirkstoffe am besten eingelagert.
Ist die Pflanze miniklein geschnippelt, verflüchtigen sich die Wirkstoffe schneller. Deshalb ist auch Tee in Beuteln meist nicht wirksam, denn das Kraut wird staubfein geschreddert und danach oft lange gelagert.

7. Aufbewahrung:

Licht und Luft sind die Feinde der Tee-Wirkstoffe. Doppelwandige Papiertüten oder gut schließende Dosen sind gut geeignet. Bitte kein Plastik!

8. Thermoskanne statt Stövchen:


Mach dir immer wieder frisch kleinere Mengen Tee oder du füll ihn in die Thermoskanne. Auf einem Stövchen wird dein Tee immer wieder erhitzt und verliert Aromen und Inhaltsstoffe.

9. Zubereitung:

Nicht jede Teesorte mag kochend heißes Wasser. Manche Pflanzen enthalten wertvolle Schleimstoffe (die z.B. Magen, Darm, Speiseröhre, Mundraum, etc. schützen). Diese vertragen überhaupt keine Hitze und müssen in mehrere Stunden in kaltem Wasser ziehen).
Ätherische Öle mögen kein sprudelnd kochendes Wasser (s.o.). Andere Kräuter müssen 20 Minuten köcheln, bis sie Inhaltsstoffe freisetzen (z.B. Schachtelhalm). Informier dich, welche Inhaltsstoffe du brauchst und auf welche Art du drankommst.

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