Johanniskraut

Johanniskraut – Sonnenlicht in Pflanzenform

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Wenn man den Nachrichten so zuhört, könnte man meinen, das Johanniskraut sei das gefährlichste unter den Kräutern. Die Pille soll es unwirksam machen, Lichtdermatitis könne es erzeugen und insgesamt seien seine Nebenwirkungen unberechenbar.

In solchen Berichten werden die Tatsachen ein wenig auf den Kopf gestellt. Denn eigentlich ist es die Pille, die lebensbedrohliche Nebenwirkungen hat, nicht das Johanniskraut.
Nur scheint sich über Medikamente aus der Apotheke kaum jemand Gedanken zu machen.

hypericum perforatum

Entgiftung von allem, was uns schadet

Johanniskraut ist eine der stärksten Entgiftungspflanzen. Es befreit uns von allem, was uns nicht gut tut. Dazu gehören auch Medikamente wie die Pille. Es baut schädliche Medikamente so weit ab, dass sie manchmal gar nicht mehr dazu kommen, noch zu wirken.

Die Pflanze selbst, die man als Tee trinkt, hat übrigens wenig Nebenwirkungen. Anders als die Fertigpräparate aus der Apotheke. Hier wurden einzelne Wirkstoffe extrahiert und viel zu hoch dosiert. Einen Wirkstoff aus dem Wirkkomplex der Pflanze zu reißen, ist immer problematisch.

Johanniskraut

Johanniskraut als Wurmmittel

Was selten erwähnt wird; Johanniskraut befreit uns auch von Dingen wie Würmern und Candida. Früher wurde das damit begründet, dass die Pflanze wie Sonnenlicht in gespeicherter Form ist. (Ich finde, das macht Sinn, denn schon die Blüten sehen wie kleine Sonnen aus.)
Pilze und Würmer fühlen sich nur an dunklen Orten wohl, das Licht des Johanniskrauts vertreibt sie.

Da die meisten lieber wissenschaftlichere Erklärungen hören, nochmal anders gesagt. Das enthaltene Hyperforin wirkt ähnlich wie Antibiotika und hemmt einige Bakteriengruppen deutlich in ihrem Wachstum.

Das ist nicht nur bei Pilzbefall interessant, sondern auch dann, wenn man eine Darmreinigung macht.

Johanniskraut

Licht wird immer auch mit Wahrheit und Erkenntnis in Verbindung gebracht. Manchmal sind wir Meister darin, uns selbst etwas vorzumachen. Auf seelischer Ebene bringt Johanniskraut Licht in die Bereiche, die wir meiden, mit denen wir uns aber dringend beschäftigen sollten.
Genau deshalb geht es uns nicht immer sofort gut, sobald wir uns damit therapieren. Wir sehen plötzlich Dinge, die wir jahrelang nicht sehen wollten. Das Licht der Erkenntnis kann sehr schmerzhaft sein. Vielleicht ist das der Grund, warum man bittere Wahrheit sagt.

Johanniskraut

Johanniskraut als Antidepressivum

Auch Depression ist oft mit Orientierungslosigkeit und einem Gefühl der Verlorenheit verbunden.
Die Sonne ist unsere herkömmliche Orientierungsquelle. Sie war es zumindest, bevor sie von menschlicher Technik abgelöst wurde.

Johanniskraut macht uns empfindlicher für die Sonne, aber es sorgt auch dafür, dass wir von ihr beeinflusst werden, dass wir uns wieder an ihr orientieren.

Dass wir ihren vorgegebenen Rhythmus wieder annehmen. Das ist wesentlich gesünder als sich von künstlichem Licht wachhalten zu lassen.
Deshalb hilft Johanniskraut auch so gut beim Einschlafen. Und bei der Wiederherstellung unseres natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus.

Johanniskrauttee sollte man im Sommer nur in Maßen trinken, denn er macht uns aufnahmefähiger für Licht.
Genau das macht man sich im Winter zunutze. Das wenig vorhandene Licht wird vom Organismus besser genutzt.

Johanniskrauttee im Winter ist also wie Lichttherapie von innen. Bezeichnend ist, dass es zur Sommersonnenwende blüht. Genau dann, wenn die Sonne am längsten am Himmel steht. Wenn es zur Sommersonnenwende geerntet wird, soll es die größten Lichtkräfte haben. Es wird dann für den Winter gelagert, wenn uns das Licht am meisten fehlt.
Aber auch im Sommer ist die Pflanze sinnvoll: Johanniskrautöl kann bei Sonnenbrand helfen und auf die verbrannten Stellen aufgetragen werden.

hypericum perforatum

Johanniskraut für die Nerven

Die Pflanze bringt nicht nur Licht ins Gemüt, sondern wirkt auch nervenstärkend. Es macht uns in Zeiten der Überforderung leistungsfähiger und gelassener. Burn-out und Depression kommen oft zusammen, für beide kann die Ursache Überlastung sein.

Schon die Haltung des Johanniskrauts sagt viel aus. Es wächst kerzengerade nach oben, auf einem sehr festen Stängel. Die Wuchsweise ist kreuzweise gegenständig, das sorgt für eine gute Balance.
Es steckt seine Arme der Sonne entgegen, als wenn er sagen wollte “Hier bin ich.”
Es strahlt Lebensbejahung aus, er kann genau das, was man in Phasen der Traurigkeit und Überforderung nicht kann. Dann geht man geduckt durchs Leben, das sagt schon der Name DE Press ion: zu Boden gedrückt sein.

Johanniskraut kann bei allen Arten von Nervenschmerzen helfen: Ischias, Hexenschuss, Trigeminusneuralgie oder chronische Rückenschmerzen.
Sogar dort, wo Nerven durchtrennt wurden (z.B. Schnittwunden), leistet es gute Dienste. Johanniskrautöl ist die ideale Narbenpflege, da es durchtrennte Nerven wieder zusammenwachsen lässt.

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