mistel Blutdrucksenker

Mistel – Blutdrucksenker und magische Druidenpflanze

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Misteln durften früher nur von Druiden und nur mit einer Sichel aus Gold geerntet werden, so heilig waren sie.
Als immergrüne Pflanzen waren sie Symbol für ewiges Leben, Glück und Fruchtbarkeit. 

Die Mistel blüht und reift im Winterhalbjahr und verhält sich völlig antizyklisch.

Quasi der Rowdy der Pflanzenwelt.
Früher glaubte man, sie habe eigene innewohnende Lichtkräfte und feierte sie als Hoffnungsträger in der dunklen Jahreszeit.

Die Mistel wurzelt zwischen Himmel und Erde – auf Bäumen.
Auch das hat unsere Ahnen schwer beeindruckt und man sah in ihr ein magisches Zwischenwesen. Außerdem wächst die Mistel nicht nach oben und an der Schwerkraft orientiert, sondern wie eine Kugel und auf den eigenen Mittelpunkt bezogen.
So folgerten die Kelten; Unter einem Mistelstrauß haben normale Gesetze keine Gültigkeit mehr, dort befindet man sich in einer magischen Sphäre. Sie hängten sich Mistelzweige über ihre Türschwellen; Wenn man sich darunter küsst, wird man ein glückliches Paar.

Das Julfest, das früher im Winter gefeiert wurde, war eine Zeit außerhalb der Zeit, in der die Anderswelt zugänglich war (umso besser, je mehr Misteln man aufhängte).
Daher kommt auch der Brauch des Orakelns, das um diese Jahreszeit besonders gut funktionierte. Wir gießen ja immer noch Blei zu Silvester.

Etwas profaner ist der Grund der Namensgebung: Misteln heißen Misteln, weil sie sich durch Vogelmist verbreiten.
Ihr lateinischer Name Viscum bedeutet Vogelleim. Die Römer stellten Leim aus den klebrigen Früchten her, daher leitet sich auch das Wort Viskosität ab.

Die Mistel trägt die ganze Power ihres Wirtsbaums in sich


Das macht sie so besonders, denn man kann nicht nur die Mistel-Heilkraft nutzen, sondern auch die des Baums, auf dem sie wächst.
Es spielt also eine entscheidende Rolle, von welchem Baum man sie erntet.
Misteln schaden ihrem Wirtsbaum übrigens nicht, solange es nicht zu viele sind. Sie sind Halbschmarotzer und beziehen zwar Wasser und Nährstoffe vom Baum, betreiben aber trotzdem selbst Photosynthese.
Ich stelle mir das ein bisschen wie Blutspenden für den Baum vor; es erfrischt ihn eher als dass es ihm schadet.

Mistel Tee ist ein bewährtes Mittel gegen Bluthochdruck und Herzschwäche.
Er hilft auch gegen Anspannung, Stress, Kopfschmerzen und viele Bluthochdruck-Begleiterscheinungen.
Roger Kalbermatten erklärt das mit dem nicht vorhandenen Erdkontakt:

“Da die Mistel von Wärme und Erdkräften nicht berührt wird, hält sie Druck und Spannung aus ihrem Wirkungskreis fern; Stress, angespannte Gefühle sind dem Wesen der Mistel fremd. Da in solchen Gefühlszuständen eine häufige Ursache von Bluthochdruck liegt, ist ein Bezug zwischen dem Wesen der Mistel und ihrer körperlichen, blutdrucksenkenden Wirkung offensichtlich.”

Die gegen Bluthochdruck wirksamen Stoffe heißen Viscotoxine. Sie regen den Parasympathicus an, erweitert die Gefäße und entlastet darüber das Herz und den Kreislauf.  Es ist wichtig, den Tee nur kalt ansetzen, Hitze würde giftige Stoffe lösen.
Anders als chemische Blutdrucksenker hat der Tee keine Nebenwirkungen.

In der Krebstherapie wird die Mistel als Injektion eingesetzt.
Besonders gute Erfolge konnte man mit einem wässrigen Auszug aus Apfelmistel erzielen, der begleitend zur Chemotherapie gespritzt wird.
Sobald der Krebs verschwunden ist, kann man zum Aufbau der Körperabwehr zur Kiefermistel- Injektion wechseln.

Da Misteln wie kleine Monde aussehen, gibt man sie manchmal Menschen, die zu sehr vom Mond beeinflusst werden, z.B. bei Albträumen und Angstzuständen. Der Mond steht für Gefühl, innere Bilder, Schlaf und Träume.

Quellen:
Moser, Maximilian & Thoma, Erwin: Die sanfte Medizin der Bäume
Storl, Wolf-Dieter: Die alte Göttin und ihre Pflanzen
Kalbermatten, Roger und Hildegard: Pflanzliche Urtinkturen

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